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Tombstone (Blu-ray)

Titel/Blu-Ray Review:Tombstone (1993)

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Video Buster – 7 € Gutschein

Studio/Anbieter:(c) Hollywood Pictures Home Entertainment / Cinergi Productions / Buena Vista Home Entertainment (2010)
VÖ/Release Date:20.05.2010
FSK/Rating:FSK 16
Regional-Code:A, B, C
Media-Info:1 Disc: 1x BD-50
Laufzeit/Runtime:129:37 Min.
Bild-/Video-Format:2.35 : 1
Video-Codec:MPEG-4 AVC / 1080p 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Video-Bitrateca. 30,6 Mbps
Audio:Englisch
Deutsch
Polnisch
Ungarisch
Türkisch
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/24 Bit) 4148 kbps
DTS 5.1 (48 kHz/24 Bit) 1509 kbps
Dolby Digital 5.1 (48 kHz/16 Bit) 640 kbps
Dolby Digital 2.0 (48 kHz/16 Bit) 320 kbps
Dolby Digital 2.0 (48 kHz/16 Bit) 320 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch, Englisch u.a.
Ø Total Bitrate:ca. 40,4 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
40,47 GB (BD-50 = max. 46,57 GB) = 86,90 %
Der ehemalige U.S. Marshall Wyatt Earp (Kurt Russell) bricht mit seinen Brüdern Virgil und Morgan, sowie deren Freund Doc Holliday (Val Kilmer) auf, um sich in dem kleinen Städtchen Tombstone zur Ruhe zu setzen. Doch der Friede wird jäh gestört, als die „Cowboys“ in die Stadt einfallen und dort Unruhe stiften. Es kommt zu einem bitteren Kampf auf Leben und Tod, der schließlich in der legendären Schießerei am O.K. Corral gipfelt…..
“Tombestone” ist ein Film mit einer lebhaften Entstehungsgeschichte. Zuerst sollte Kevin Costner den Film drehen, wollte aber dann doch eine eigene Variante davon machen, was in “Wyatt Earp” resultierte. Beide Filme haben eine Daseinsberechtigung. Costner war damals sehr mächtig und blockierte fast alle Möglichkeiten “Tombstone” zu drehen. Nur bei Disney war sein Einfluss geringer und so konnte Kurt Russel den Film nur dort drehen. Doch Disney wollte bestimmte Darsteller nicht haben und so hangelte sich die Produktion von einem Problem zum nächsten. Drehbuchautor Kevin Jarre lieferte ein brillantes Drehbuch ab, aus dem eine Art “Der Pate” aller Westernfilme hätte werden können. Jarre führt auch Regie – zumindest die ersten paar Wochen lang, danach wurde er gefeuert – zusammen mit weiteren 100 Produktionsmitarbeitern. Kurt Russel kam über Sylvester Stallone zu dem Regisseur George P. Cosmatos der als “Alibiregisseur” fungierte (wie bei “Rambo 2″), denn eigentlich führte Russel selbst Regie. Um im Budget zu bleiben und den Film genehmigt zu bekommen, musste Russel 20 Seiten aus dem Drehbuch streichen. Am Ende wurde ihm der Film dann entrissen und er konnte nicht mal den Schnitt überwachen. Der Director’s Cut (der 134 Minuten läuft) soll auch nicht von ihm stammen. Russel sagte in einem Interview vor ein paar Jahren (nach dem Tod von Cosmatos), dass er mehrere Minuten bis Stunden Material daheim habe, aber bisher keine Zeit gefunden habe eine “Reconstructed”-Version zu schneiden. Vielleicht schafft er es bis 2013 zur 20th Anniversary Reconstructed Edition…..

Link zum englischen Trailer

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 71 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 80 %
Die Produktion von “Tombstone” war nicht besonders einfach (mehr dazu siehe oben im Kommentar) und nach ein paar Wochen wurden, neben dem Regisseur, 100 Crewmitglieder ausgewechselt. Kurt Russel übernahm die Gesamtleitung und versuchte einen brauchbaren Film abzuliefern. Dies führte dazu, dass sehr viel unterschiedliches Filmmaterial zum Einsatz kam und einige Szenen nicht perfekt fokussiert wurden. Auf Blu-ray macht das Bild, zumindest auch den ersten Blick, einen recht guten Eindruck. In den ersten Augenblicken ist es sehr scharf, detailreich und plastisch. Doch nach einigen Minuten fallen leicht flimmernde Flächen und helle Doppelkanten auf, die auf ein digitales Nachschärfen des Bildes schließen lassen. Diese Doppelkonturen mögen auf kleineren TVs nicht auffallen, doch bei größeren Bilddiagonalen wirken die Doppelkonturen sehr störend. Die Nachschärfung ist zum Teil so extrem, dass die hellen, weißen Linien auch aus größerer Entfernung sichtbar sind (z.B. 24:00 – 24:25). Außerdem verstärken Nachschärfungsfilter sehr oft die Intensität des Filmkorns und löschen Feindetails weg. Durch das wechselhafte Ausgangsmaterial kam nicht in allen Szenen ein Nachschärfungsfilter zum Einsatz und so gibt es auch Szenen die sehr natürlich wirken. Das erkennbare Filmkorn ist sehr inhomogen. In Szenen ohne Nachschärfung wirkt das Filmkorn sehr organisch und natürlich und fällt nur aus der Nähe auf. In nachgeschärften Szenen gibt es entweder ein recht auffälliges Filmkorn oder fast gar keines, was auch ein Zeichen für die vorherige Anwendung eines Antirauschfilters sein kann. Die meisten hellen Szenen wirken trotzdem recht dreidimensional und plastisch, aber  bei auffälliger Nachschärfung manchmal auch sehr “digital”. Die Farben sind recht kräftig und man hat nicht das Gefühl, dass der Film von 1993 ist.
English (outline):
- heavy edge enhancement was applied (
in some scenes)
- also a bit of DNR was applied (in a few scenes)
o due to production circumstances a few shot are a bit out of focus

+ image offers often a nice 3-dimensionality
+ bright non-sharpened scenes look quite natural and detailed

Audio: Englisch 73% / Deutsch: 71%
Die englische und die deutsche Tonspur klingen etwas unterschiedlich. Beim englischen Ton ertönt die Filmmusik sehr breit und mit sehr guter Kanaltrennung über die Front. Surroundeffekte sind zwar vorhanden, wurden aber zum Teil zurückhaltend gemischt. Nur in wenigen Szenen gibt es auffällige Effekte und viel Bass. Der Dynamikumfang ist etwas höher als beim deutschen Ton. Insgesamt ist der Ton zwar homogen, aber auch recht frontlastig. Der deutsche Ton ist eine Mischung aus Upmix und Remix. Die Dialoge konnten nicht getrennt gemischt werden, wodurch sie auf die Frontkanäle übersprechen. Die Filmmusik bietet eine wesentlich schlechtere Kanaltrennung und erklingt diffus aus einem breiten Bereich um den Centerkanal. Überraschenderweise sind die hinteren Kanäle wesentlich aktiver als beim deutschen Ton. Hier kann man auch sehr gut gemachte Split-Surroundeffekte hören (Kutsche von hinten links nach rechts usw.) die aber sehr oft viel zu laut sind, wodurch das Klangfeld oft inhomogen und Rear-lastig ertönt. Regelt man die hinteren Kanäle etwas runter, ergibt sich oft ein umhüllendes, großes Klangfeld. In Szenen wo beim englischen Ton etwas Bass zu hören ist, kommt beim deutschen Ton ein leicht übertriebener Dröhnbass aus dem Subwoofer. Insgesamt ein etwas seltsames “dreieckiges” Klangfeld, das zum Center etwas spitz und hinten hin breit verläuft.
English (outline):
- the music of the German track sounds a bit diffuse
- German 5.1 sound is a mixture of an upmix and a remix of the 2.0 sound
o –> the dialogues bleed from the center to the front channels, but the rear channels offer a lot of split surround effects
- Englisch track is a bit front heavy
+ the music of the Englisch track was mixed over the full width of the front
+ the German track offers a lot of split surround effects

+ the English track offers a better dynamic range than the German track

Extras/Bonusmaterial:
- Making Of: 27:09 Min.
- Das Original Storyboards des Regisseurs: 4:00 Min.
- Trailer & TV-Spots:
* Kinotrailer: 2:28 Min.
* Kinoteaser: 1:21 Min.
* “Friends”: 0:30 Min.
* “Owned”:
0:30 Min.
* “Legend”: 0:30 Min.
* “Place”: 0:30 Min.
* “Cast”: 0:30 Min.
* “Family”: 0:30 Min.
* “Justice”: 0:30 Min.

Fazit:
“Tombestone” wird auf einer Blu-ray Disc mit durchschnittlicher Bild- und Tonqualität veröffentlicht. Das Bild wurde zum Teil heftig nachgeschärft und der deutsche Ton etwas inhomogen remixed. Das Bonusmaterial ist relativ oberflächlich und sagt nichts über die wahre Entstehungsgeschichte.
The Blu-ray disc of “Tombstone” offers an average picture and sound quality. The image was treated with edge enhancement software and German audio track sounds a bit inhomogeneous. The bonus material scratches just the surface of the real genesis of the film “Tombstone”.

Post Metadata

Date
Juni 21st, 2010

Author
Thomas Konradt

Category

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