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The Tree of Life (Blu-ray)

Titel/Blu-Ray Review:The Tree of Life (2010)

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Studio/Anbieter:(c) Concorde Home Entertainment (2011)
VÖ/Release Date:10.11.2011
FSK/Rating:FSK 12
Regional-Code:A, B, C
Media-Info:1 Disc: 1x BD-25
Laufzeit/Runtime:138:54 Min.
Bild-/Video-Format:1.85 : 1
Video-Codec:MPEG-4 AVC / 1080p 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Video-Bitrateca. 15,9 Mbps
Audio:Englisch
Deutsch
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 1795 kbps
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2169 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch
Ø Total Bitrate:ca. 20,2 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
23,00 GB (BD-25 = max. 23,28 GB) = 86,02 %
Jack wächst in den 60er-Jahren im mittleren Westen der USA als ältester von drei Brüdern auf. Die Welt scheint in Ordnung und alles geht seinen gewohnten Gang. Aber der kleine Jack sieht die Risse in der Fassade. Wie seine Mutter (Jessica Chastain) hat er die Fähigkeit, mit der Seele zu sehen und dadurch Liebe und Empathie zu entwickeln. Sein Vater (Brad Pitt) hingegen predigt dem Kind, unnachgiebig für die eigenen Interessen zu kämpfen. Jack ist hin- und hergerissen zwischen seinen Eltern und ihren Idealen. Jahre später fühlt sich der erwachsene Jack (Sean Penn) als verlorene Seele und sucht weiterhin nach dem Ursprung und dem Sinn des Lebens. Bis ihn eines Tages ein tiefgreifendes Ereignis schließlich zu einer wunderbaren Erkenntnis führt....
"The Tree of Life" ist ein Film auf den man sich einlassen muss, den man nicht nebenbei anschauen kann, denn er wird mit einer bildgewaltigen, epochalen, rauschartigen Erzählsprache erzählt. Der Film handelt über die Ursprünge und das Wunder des Lebens, unserer Existenz, den Sinn des Lebens, dem Kommen und Gehen allen Seins. Er gleicht einer Art Glaubensbekenntnis mit wenigen Worten. Auch ohne Worte vermitteln die Gesten und die Mimik der Darsteller die Emotionen sehr präzise. Vor allem die Kinder spielen erstklassig. Doch am Ende gibt der Film keine Antworten, sondern stellt neue Fragen auf bzw. postuliert, dass alles einen Sinn haben muss, sonst wäre es nicht in seiner erhabenen Schönheit vorhanden.....oder? Zumindest vermittelt der Film eine gewisse Hoffnung dass es so sein muss.....
Link zum deutschen Trailer


Link zum englischen Trailer

 

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 83 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film's look): 80 %
"The Tree of Life" wurde von Kamermann Emmanuel Lubezki gedreht. Dabei verwendete er viele Filmformate. Der größte Teil des Films (ca. 100 bis 110 Min.) wurden flat in 1.85:1 auf stark lichtempfindlichem (zum größten Teil 500T und etwas 250T) 35 mm Film gedreht (siehe American Cinematographer 08/2011). Doch für die "Urknall-/Schöpfungsszene" kamen Digitalkameras von Dalsa (4K Dalsa Evolution), Red One und Vision Research (Phantom HD) zum Einsatz. Darüber hinaus wurden auch Aufnahmen auf 65 mm (8-Perf und 15-Perf IMAX) von SFX-Veteran Douglas Trumbull (2001, Star Trek - Der Film, Blade Runner) produziert. Die rein digitalen Szenen wurden in 5K gerendert. Das Digital Intermediate wurde bei EFilm produziert und von Steve Scott farbkorrigiert. Da Lubezki schon beim Drehen dem Dogma foltge keine künstliche Beleuchtung zu verwenden und keine unterbelichteten Szenen zu produzieren wurden beim DI fast nur die Unterschiede der verschiedenen Takes und Szenen angepasst. Die Farbgebung ist tatsächlich sehr natürlich und neutral. Der Schwarzwert ist, wie von Malick und Lubezki beabsichtigt, optimal. Die "Urknall-/Schöpfungsszene" wirkt extrem plastisch, detailiert und scharf. Das glasklare Bild fasziniert ungemein. Doch beim restlichen Film gibt es Probleme. Szenen mit wenigen und sehr langsamen Bewegungen und Schwenks sind sehr scharf, detailreich und plastisch. Doch sobald Bewegung ins Spiel kommt, wirkt das Bild weniger detailiert und plastisch. Dabei wird das Filmkorn auffällig stark betont. Beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass das Filmkorn bei Bewegungen nicht mehr sauber dargestellt wird und sich mit sehr leichten Kompressionsartefakten mischt. Dazu kommt, dass man sehr oft Banding-Effekte erkennt. Ein Blick auf die durchschnittliche Bilddatenrate der MPEG4/AVC-Kompression zeigt wo das Problem liegt. Das Bild wurde mit durchschnittlich 15,9 Mbps komprimiert, was bei einem mit Handkameras gedrehten Film mit viel feinem Filmkorn nicht das Optimum darstellt. Eine BD-50 wäre wohl gar kein Problem gewesen und man hätte die durchschnittliche Bilddatenrate auf ca. 30 Mbps hieven können. Dadurch wäre eine einwandfreie Darstellung des Bildes möglich gewesen und die  Bildqualität wäre wohl 10% besser ausgefallen.
English (outline):
- non-"creation" scenes are slightly soft and less detailed in scenes with motion and pans
- compression rate is very high, the average video datarate is about 16 Mbps
- banding is often evident
o 100 to 110 minutes were shot on 35 mm film
o the creation scenes was shot using the following cameras: 4K Dalsa Evolution, Red One and Vision Reaserch (Phantom HD)
o the creation scenes was also shot using 65 mm film (8-perf and 15-perf IMAX)
+ "creation" scene offers a very high sharpness, detail resolution and sense of depth

Audio: Englisch 90% / Deutsch: 90%
"The Tree of Life" bietet ein volles Panoptikum an Tönen und Klangkulissen. Doch dies gilt nur, wenn man die Wiedergabelautstärke sehr hoch wählt. Als Basis für die Lautstärke sollte man die ersten Worte zu Beginn des Films wählen. Diese sollten "normal" laut zu hören sein. So kann es losgehen. Angefangen bei der tranceartigen Musik von Alexandre Desplat (Der seltsame Fall des Benjamin Button, Ein Prophet, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1) die teilweise sehr sphärisch über alle Kanäle erklingt, bis hin zu den tiefen grollenden Bässen, die Teile der Subwooferabdeckung (Teufel THX-Logo) zum Vibrieren bringen; dies alles ist perfekt auf das Bild abgestimmt. Dabei gibt es sehr feine und relativ heftige Effekte, die aber nur hörbar sind, wenn man eine sehr laute Wiedergabelautstärke einstellt, denn der Dynamikumfang des Tons in enorm hoch. So hört man auch, dass die hinteren Kanäle fast ständig in Aktion sind und ein zartes Klangfeld erzeugen. Wenn es nötig ist, kommen aus dem hinteren Bereich auch gut ortbare Split-Surround-Effekte. Actionszenen an sich gibt es jedoch nicht. Stattdessen sind Umweltgeräusche und dramatischer Tiefbass zu hören. Vor allem bei der "Urknall-/Schöpfungsszene" gibt es seltsame Geräusche zu hören, die sich räumlich ungewöhnlich verteilen. Die Dialog-lastigen Szenen dazwischen sind etwas frontlastig.
Es gibt zwar leichte Unterschiede zwischen englischer und deutscher Tonspur, jedoch kann man nicht sagen, welche Tonspur besser klingt, da z.B. die Dialoge der englischen Tonspur eine bessere Feindynamik bieten, jedoch die Konturierung des Basses bei der deutschen Tonspur etwas besser ausfällt.
English (outline):
- some scenes are bit front heavy
o should be heard very loud
+ offers a lot of very fine surround effects and also a few aggressive effects
+ deep and powerful bass in some scenes
+ very high dynamic range (if heard very loud)
+ "creation" scene offers some interesting sounds

Extras/Bonusmaterial:
- "The Tree of Life": Die Hintergünde: 28:41 Min.
- deutscher Kinotrailer (HD): 2:06 Min.
- original Kinotrailer (HD): 2:08 Min.
- Kinotrailer:
* Der Biber
* Das Labyrinth der Wörter
* Das Kabinett des Doktor Parnassus

 

Fazit:
Die Blu-ray Disc von "The Tree of Life" gibt den Eindruck des Filmmaterials einigermaßen gut wieder. Wären da nicht die Kompressionsartefakte um das Filmkorn, bei Kameraschwenks und Bewegungen, würde das Bild wesentlich schärfer wirken. Der Ton ist gut bis sehr gut und bietet einen sehr hohen Dynamikumfang, druckvollen Bass und eine sphärische Musik. Der Umfang des Bonusmaterials ist enttäuschend.
The Blu-ray disc of "The Tree of Life" represents the film material actually, with one exception, fairly good. Without the compression artefacts (in scenes with a lot of movement) around the film grain, the picture would be a lot sharper. The sound is good to very good and offers a great dynamic range, powerful bass and a spherical music. The amount of bonus material is disappointing.

 

Post Metadata

Date
November 17th, 2011

Author
Thomas Konradt

Category

1 to “The Tree of Life (Blu-ray)”


  1. freedomland sagt:

    Super Review und das gilt nicht nur für diesen Bericht. Ich finde vor allem die technischen Hintergrundinformation bei der Bildbeurteilung einfach nur super. Ich würde gerne öfter neue hier Berichte lesen.
    Übrigens: Wer sich nicht den Concorde-Aufguss antun möchte, sollte sich die Edition von “20th Century Fox” holen. Die ist Dual-Layered(50GB) und hat ne Videobitrate von über 33Mbps. Hier die Quelle:
    http://www.dvdbeaver.com/film3/blu-ray_reviews54/the_tree_of_life_blu-ray.htm



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