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The Limits Of Control (Blu-ray)

Titel/Blu-Ray Review:The Limits Of Control (2009)

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Studio/Anbieter:(c) Universum Film (2009)
VÖ/Release Date:11.12.2009
FSK/Rating:FSK 12
Regional-Code:A, B, C
Media-Info:1 Blu-ray Disc: 1x BD-25
Laufzeit/Runtime:116:03 Min.
Bild-/Video-Format:1.85 : 1
Video-Codec:VC-1 / 1080p 23,976 fps / 16:9 / Advanced Profile 3
Video-Bitrateca. 17 Mbps
Audio:Englisch
Deutsch
DTS Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2098 kbps
DTS Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2096 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch, Englisch
Ø Total Bitrate:ca. 22,7 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
21,76 GB (BD-25 = max. 23,28 GB) = 93,48 %
Film:
Auf der Herrentoilette eines großen europäischen Flughafens wäscht sich ein schwiegsamer Mann die Hände. Dann betrachtet er sich im Spiegel. Seine Haut ist dunkel, sein Gesicht knochig, der Blick intensiv, aber nicht recht zu deuten. Er trägt einen silbrig blauen Maßanzug, ein perfekt sitzendes Hemd, keine Krawatte. Nachdem er die Toilette verlassen hat, nimmt er in der Abflughalle von zwei zwielichtigen Typen einen kleinen Koffer sowie einen Satz Schlüssel in Empfang und besteigt wenig später ein Flugzeug. Der geheimnisvolle Fremde reist nach Spanien. Anscheinend hat er dort einen Auftrag zu erledigen…..
Jim Jarmuschs Filme z.B. “Down by Law”, “Night on Earth”, “Coffee and Cigarettes”, “Dead Man”, “Broken Flowers” sind nie für das “normale” Publikum gedacht. Aber „The Limits Of Control“ setzt noch einen drauf und ist wohl Jarmuschs am schwierigsten zu verdauender Film bis dato. Ein mysteriöser Mann im Anzug erhält den Auftrag auf eine Violine zu warten. Bis hierher denkt man, dass der Film eine langatmige Thriller-Handlung aufbauen möchte, doch das ist nicht der Fall. Denn es gibt gar keine Handlung im üblichen Sinne. Eine Handlung muss der Zuschauer in seinem Kopf entwickeln. Dafür gibt Jarmusch dem Zuschauer auch mehre Anläufe bzw. Möglichkeiten, da sich die Handlung gewissermaßen wiederholt. Der mysteriöse Fremde trifft mehrere Personen: eine Blondine (Tilda Swinton), die Gitarre (John Hurt), der Mexikaner (Gael García Bernal) und den Amerikaner (Bill Murray). Mit jeder Person unterhält sich der Fremde über ein anderes Thema sei es Kunst, Filme, Physik oder Sex. Der Zuschauer kann jetzt machen, was Molecules im Film zum Fremden sagt: “In the near future, worn out things will be made new again by reconfiguring their molecules”. Ausgeleierte Film-Klischees kann man durch Neuanordnung der Moleküle zu etwas Neuem machen….
Jarmusch hat die Handlung eines Thrillers an typischen Stellen einfach durch einen Zerrspiegel reflektiert und dieses gespiegelte Bild in seinen Film eingebaut. Frei nach der Aussage des Mexikaners “Sometimes for me, the reflection is far more present than the thing being reflected”….
Doch wie wird Otto-Normal-Verbraucher mit diesem Film fertig? Wahrscheinlich gar nicht! Auch eingefleischte Jarmusch-Fans werden wohl ein paar Probleme mit dem Film haben. Die wenigen Zuschauer, die etwas mit diesem Film anfangen können, werden es wohl so machen, wie es der geheimnisvolle Fremde dem Amerikaner gegenüber entgegnet: “I used my imagination”.


http://www.thelimitsofcontrol.de/

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 81 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 92 %
“The Limits Of Control” wurde auf 35 mm Film gedreht und zeigt eine leichte, organisch wirkende Körnung. Ein Anti-Rauschfilter wurde nicht verwendet, daher ist kein stehendes Rauschen zu erkennen. Vor allem Nah- und helle Außenaufnahmen bieten eine hohe Detailauflösung und eine gute Bildschärfe. Weitwinkelaufnahmen und Innenaufnahmen, vor allem aus den fahrenden Zügen, sind etwas weniger scharf, wodurch der plastische Tiefeneindruck immer etwas eingeschränkt ist. Die Nachtszenen bieten leider nur einen einen recht schlechten Schwarzwert, so dass das Bild auch hier wenig Bildtiefe offeriert. Im restlichen Film ist der Schwarzwert etwas besser, aber auch nicht top.
English (outline):
“The Limits Of Control” was shot 35 mm and offers a bit of film grain which gives the scenes a quite organic and film like look. DVNR was not applied so there is no static/frozen noise evident. Especially close-ups and bright outdoor scenes offer a high detail resolution  and a good picture sharpness. Wide shots (out of the trains) and indoor shots are a bit soft and the sense of depth is always a bit limited. Night scenes offer just a weak black level.

Audio: Englisch 69% / Deutsch: 68%
“The Limits Of Control” ist ein Dialog-lastiger Film und beim besten Willen kein Surroundspekatel. Der Ton gibt größtenteils die natürliche Geräuschkulisse wieder und bietet kaum Überraschungen. Nur die hypnotisch-sphärische Musik der japanischen Hardrock Band Boris erzeugt ein riesiges Klangfeld, dass sich auch im hinteren Bereich sehr schön ausbreitet. Der Bass kommt dabei auch nicht zu kurz und erklingt trocken aus tieferen Gefilden.
English (outline):
“The Limits Of Control” is a dialogue driven film and offers just a few surround effects. The audio was produced to sound like ambient noise. The hypnotic-spherical soundtrack of the Japanese hardrock band Boris generates a wide sound field and offers also some nice bass.

Extras/Bonusmaterial:
- Behind Jim Jarmuish Part 1: 29:38 Min.
- Behind Jim Jarmuish Part 2: 21:51 Min.
- Untitled Landscapes: 4:09 Min.
- Englischer Kinotrailer: 1:36 Min.
- Deutscher Kinotrailer: 1:38 Min.
- Trailershow:
* Zerrissene umarmung
* Kick It – Zwei wie Feuer und Wasser
* Broken Flowers
* Burn After Reading – Wer verbrennt sich die Finger?
* Che
* Almodóvar-Box
- Wendecover

Fazit:
“The Limits Of Control” wird auf einer recht guten Blu-ray Disc veröffentlicht und bietet vor allem bei Nah- und Außenaufnahmen eine hohe Detailauflösung und eine gute Bildschärfe. Der Dialog-lastige Ton wird durch die räumlich-hypnotisch Musik der japanischer Hardrock Band Boris erheblich aufgewertet. Das Bonusmaterial ist recht sehenswert.
“The Limits Of Control” is presented on a quite good Blu-ray disc which offers close-ups and bright outdoor scenes with a high detail resolution and a good picture sharpness. The dialog-driven audio is valorized by the spatial-hypnotic soundtrack of the Japanese hardrock band Boris. The bonus material is worth watching.

Post Metadata

Date
Januar 8th, 2010

Author
Thomas Konradt

Category

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