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Shutter Island (Blu-ray)

Titel/Blu-Ray Review:Shutter Island (2010)

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Studio/Anbieter:(c) Concorde Home Entertainment (2010)
VÖ/Release Date:02.08.2010
FSK/Rating:FSK 16
Regional-Code:B
Media-Info:1 Disc: 1x BD-50
Laufzeit/Runtime:133:40 Min.
Bild-/Video-Format:2.35 : 1
Video-Codec:VC-1 / 1080p 23,976 fps / 16:9 / Advanced Profile 3
Video-Bitrateca. 27,2 Mbps
Audio:Englisch
Deutsch
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2165 kbps
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2011 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch
Ø Total Bitrate:ca. 33,6 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
39,82 GB (BD-50 = max. 46,57 GB) = 85,51 %
Die USA im Jahre 1954: Die Nervenheilanstalt Ashecliffe Hospital auf der entlegenen Ostküsten-Insel Shutter Island gilt als ausbruchssicher – bis die mehrfache Mörderin Rachel Solando spurlos aus ihrer Zelle verschwindet. Der mysteriöse Ausbruch ruft die Bundesbehörden auf den Plan: US-Marshal Edward “Teddy” Daniels (Leonardo DiCaprio), ein verdienter Kriegsveteran, und sein neuer Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) werden zu der Anstalt entsandt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Auf der vom Wind gepeitschten Insel werden die Ermittler mit einer Reihe bizarrer Hinweise und Gerüchte konfrontiert: Rachels Psychiaterin Dr. Sheehan ist ausgerechnet am Tag des Ausbruchs ebenfalls verschwunden – angeblich in die Ferien und nicht erreichbar. Von einer Insassin erfährt Teddy zudem, dass an den Patienten ohne deren Einwilligung medizinische Experimente durchgeführt werden. Oder handelt es sich bei diesen Behauptungen nur um die Phantasien einer geistig Verwirrten? Im Verlauf der Untersuchung erfährt Teddy immer mehr beängstigende und schockierende Details über die Insel und ihre Bewohner…..
“Shutter Island” ist ein raffinierter Psycho-Thriller, dessen Ende dem routinierten Vielseher zu früh offensichtlich wird. Trotzdem sind das Verwirrspiel und der atmosphärische Erzählstil auf hohem Niveau. Vor allem Leonardo DiCaprio wird immer mehr zu Martin Scorseses neuem Robert DeNiro….und DiCaprio ist schon mehr oder weniger auf DeNiros Schauspielniveau angekommen…..

Link zum deutschen Trailer

Link zum englischen Trailer

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 90 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 96 %
“Shutter Island” wurde hauptsächlich auf 35 mm Film in Super 35 gedreht. Einige Traumsequenzen wurden auf 65 mm Film gedreht, wovon es nur die Dachau-Szene (mit DiCaprio in Zivilkleidung) in die Kinofassung geschafft haben. Die letzte Einstellung im Film wurde mittels HDTV-Kamera gedreht. Einige der Einstellungen, die in der Luft beginnen und als Nahaufnahme der Hautdarsteller enden, wurden mittels Spydercam gedreht. Kameramann Robert Richardson und Regisseur Martin Scorsese wollten für “Shutter Island” den typischen Kodachrome-Look der 50er Jahre haben. Dazu haben Special-Effects-Supervisor Rob Legato und EFilm Colorist Yvan Lucas für die Farbeinstellungen des DIs (Digital Intermediate) eine sog. LUT (Look-Up-Table) erstellt, die quasi eine automatische Verschiebung der Farbwerte des Eingangsmaterials (35 mm Film, 65 mm Film, HDCam) in Richtung Kodachrome-Look ermöglichte (siehe auch American Cinematographer, Ausgabe 03/2010). Dadurch ist die Farbdynamik etwas zurückhaltend, was das Bild weniger “knackig” wirken lässt. Durch die LUT wurde auch das Filmkorn etwas verfremdet und mit digitalem Rauschen gemischt, so dass man auf hellen Hintergründen manchmal dunkles Filmkorn erkennen kann. Die Detailauflösung ist trotzdem sehr hoch und das Bild bietet eine enorm hohe 3-dimensionale Plastizität. Dieser Eindruck wird in den Traumsequenzen noch gesteigert. Hier ist das Bild kristallklar und noch plastischer. Allerdings wirkt es etwas unwirklich (was auch die Absicht war), da hier die Farben sehr stark gesättigt sind. Obwohl der Film mittels 3 verschiedener Quellmaterialien (35 mm Film, 65 mm Film, HDCam) gedreht worden ist, ist das Bild durchgehend homogen. Durch die LUT fällt die Helligkeit in dunkleren Szenen schneller ab, als man es sonst gewohnt ist. Doch die feinen Details versinken nicht in totalem Schwarz. Hier ist die Schattendurchzeichnung optimal. Zusammen mit dem guten Schwarzwert wird eine bedrohliche Atmosphäre erzeugt. Bis auf ein paar kleinere Probleme mit der Kompression am Anfang des Films (sehr leichte Blockbildung in einer Szenen an Bord des Schiffs), ist das Bild wohl so, wie es Scorsese haben wollte. Concorde hat es diesmal hinbekommen, das Bonusmaterial ebenfalls mit VC-1 statt MPEG-2 (wie bei Twilight und New Moon) zu encodieren. Dadurch benötigt das Bonusmaterial weniger Platz und der Hauptfilm konnte mit einer hohe Bilddatenrate komprimiert werden.
English (outline):
- a scene on the ship offers a bit of blocking noise
o was shot on 3 different source materials (35 mm, 65 mm, HDCam) but is quite homogenious
o LUTs (
Look-Up-Tables) were used to recreate the look of 50′s Kodachrome, this resulted in muted colors and some soft edges
+ picture offers a 3-dimensional sense of depth, which is a bit higher in the “dream” sequences
+ detail resolution is very high

+ black levels are great
+ shadow delineation is also great

Audio: Englisch 86% / Deutsch: 85%
“Shutter Island” ist kein Action-Film, bietet aber trotzdem ein sehr einhüllendes und vor allem düsteres Klangfeld. Martin Scorsese hat auf neu komponierte Filmmusik verzichtet und griff auf vorhandene Stücke zurück. Dazu wurden Stücke von z.B. Krzysztof Penderecki (bei 4:05 Min. “Symphonie Nr. 3″) und von György Ligeti (“Lontano”) verwendet, deren Kompositionen schon in verschiedenen Kubrick-Filmen zu hören waren. Weitere Stücke sind von Ingram Marshall, John Cage, Morton Feldman, Max Richter, Robert Erickson, Alfred Schnittke, Lou Harrison, John Adams und Brian Eno. All diese Stücke haben mehrere Gemeinsamkeiten: freie Harmonien, freie Tempi und atmosphärisch-mysteriösen Klang. Dazu gesellen sich Stücke von Gustav Mahler und zeitgenössische Rock-Nummern. Diese Musiknummern wurden sehr räumlich, druckvoll und vor allem sehr klar eingemischt. Auch im Bassbereich liefern die Musikstücke einiges an Arbeit für den Subwoofer. Zum umhüllenden Klang tragen auch die leiseren Surroundeffekte bei, die sehr authentisch erklingen, so dass man während des Sturmszene dazu neigt, nachzuschauen ob es draußen regnet. Die paar Action-ähnlichen Sequenzen liefern zwar ein paar gute Surroundeffekte. Doch der Dynamikumfang ist, wie beim gesamten Film, nur durchschnittlich. Obwohl beide Tonspuren im gleichen Format vorliegen, klingt der englische Ton einen Hauch räumlicher und authentischer.
English (outline):
o dynamic range is quite average
+ music pieces sounds very clear, spatial and powerful
+ music pieces offer a lot of bass
+ there are a lot of subdued and very fine (split)-surround effects available

Extras/Bonusmaterial:
- Filmdokumentationen:
* “Behind the Shutters” – Vom Roman zum Film (HD): 17:04 Min.
* “Into the Ligthhouse” – Historische Entwicklung der Psychiatrie in den USA (HD): 21:09 Min.
- Programmtipps:
* Das Kabinett des Doktor Parnassus (HD):
2:32 Min.
* Ausnahmesituation (HD): 1:42 Min.
* Das Bildnis des Dorian Gray (HD): 1:37 Min.
- Trailer beim BD-Start:
* Iron Man 2 (HD): 2:29 Min.

Fazit:
Die Blu-ray Disc von “Shutter Island” bietet eine gute bis sehr gute Bildqualität und einen guten Ton, mit einer atmosphärischen Musik und vielen umhüllenden, aber leiseren Surround-Effekten. Das Bonusmaterial ist meist interessant.
The Blu-ray Disc of “Shutter Island” offers a good to very good picture quality. The audio is also good and offers a very atmospheric music score. There are a lot of enveloping but subdued surround effects available. The bonus material is mostly interesting.

Post Metadata

Date
Juli 26th, 2010

Author
Thomas Konradt

Category

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