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Metallica – Francais Pour Une Nuit – Live aux Arenes de Nimes 2009 (Blu-ray)

Titel/Blu-Ray Review:Metallica – Francais Pour Une Nuit – Live aux Arenes de Nîmes 2009 / Metallica – French For One Night – Live at the Arena Nimes 2009 (2009)

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Studio/Anbieter:(c) Metallica / Universal International Music B.V. (2009)
VÖ/Release Date:14.12.2009
FSK/Rating:-
Regional-Code:A, B, C
Media-Info:1 Blu-ray Disc: 1x BD-50
Laufzeit/Runtime:132:01 Min.
Bild-/Video-Format:1.78 : 1
Video-Codec:MPEG-4 AVC / 1080i 29,97 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Video-Bitrateca. 30 Mbps
Audio:Englisch
Englisch
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 3027 kbps
PCM 2.0 (48 kHz/16 Bit) 1536 kbps
Untertitel/Subtitles:-
Ø Total Bitrate:ca. 36,7 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
37,05 GB (BD-50 = max. 46,57 GB) = 79,56 %
Film:
Metallica – die Metal-Band, die es ohne tiefe E-Saite wohl gar nicht geben würde, bringt seine erste Blu-ray Disc auf den Markt.
Dieses “auf den Markt bringen” ist aber eine schwere Geburt gewesen. Die DVD/Blu-ray sollte eigentlich Frankreich-exklusiv sein….zumindest angeblich, denn die Menüs liegen in französisch, englisch, spanisch, deutsch und italienisch vor. Bei Universal-Music in England sollte man die Scheibe nur dann bestellen, wenn man sich mit bis zu 5 Wochen Lieferzeit abfinden kann!
Jeder, der sich das vorletzte Metallica Album “St. Anger” angehört hat, denkt sich wohl was passiert sein muss, dass Metallica ein so schlechtes Album veröffentlichen. Die Riffs werden schlampig gespielt, das Schlagzeug klingt hohl und der Gesang ist vom Rhythmus in Metallica-untypischer-Art entkoppelt worden. Der gesamte Sound wurde geändert, so dass die Gitarren nicht mehr nach Metallica klingen, sondern nach irgendeiner 08/15-Gruppe.
Doch es steckt mehr dahinter….
Nachdem Jason Newsted von Hetfield aus der Band genötigt worden ist, weil Newsted ein kleines Band-Nebenprojekt laufen lassen wollte, ist nichts mehr so wie es war. Irgendwann brennt bei Hetfield eine Sicherung durch und er geht in eine Reha-Klinik um seine Alkoholsucht los zu werden. Nachdem Hetfield zurück aus der Klinik ist, gehen die Aufnahmen zu “St. Anger” weiter. Doch Hetfield scheint ohne Alkohol nur Mist zu schreiben. Oder es liegt daran, dass ihm der Rest der Band ins Handwerk pfuscht?
2003 kam Robert Trujillo als Newsted-Ersatz
Im September 2008 wurde das Album “Death Magnetic” veröffentlicht, welches ein klein bisschen “Back to the roots” sein sollte. Doch so richtig konnte das Album nicht an die Zeit von “Puppets” oder “Justice” anschließen.
Während der “Death Magnetic”-Tour spielten Metallica am 07. Juli 2009 im französichen Nimes das vorliegende Konzert. Bezeichnenderweise findet sich kein einziger “St. Anger”-Song in der Setlist….
..
Das Konzert:
Metallica zeigt sich hier in Top-Form. Hetfield ist voller Energie, spielt aber nüchtern scheinbar mehr mit dem Kopf als aus dem Bauch. Aber er versucht bluesige Töne in sein Spiel zu bringen, was meistens gut zu den Stücken passt. Ulrich wirkt langsam alt, hört sich aber nicht so an. Vor allem Hammett ist top in Form und spielt so präzise wie schon lange nicht mehr bei Live-Mitschnitten. Er scheint selten gelangweilt zu sein und wirkt nicht müde. Trujillo spielt im Vergleich zu Newsted zwar augenscheinlich aggressiver, doch es sieht nur so aus. Newsteds Spiel war selbsständiger und auch inspirierter. Beim Background-Gesang kann Trujillo gar nicht punkten – hier war Newsted um Klassen besser….
Wenn man Metallica – Live Shit (Binge & Purge) und/oder Cunning Stunts hat – braucht man dann noch Nîmes 2009? Als Blu-ray definitiv ja! Die Sound-Atmosphäre ist einfach genial und die Arena ist ein grandioser Hintergrund.
Tracklisting:
01 Blackened
02 Creeping Death
03 Fuel
04 Harvester Of Sorrow
05 Fade To Black
06 Broken, Beat & Scarred
07 Cyanide
08 Sad But True
09 One
10 All Nightmare Long
11 The Day That Never Comes
12 Master Of Puppets
13 Dyers Eve
14 Nothing Else Matters
15 Enter Sandman
Zugabe/Encore:
16 Stone Cold Crazy

17 Motorbreath
18 Seek And Destroy

Link zu einem Ausschnitt

Link zum Soundcheck

http://www.metallica.com/

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 83 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 95 %
Auf der Universal-Verkaufsseite steht zwar dass das Konzert in 1080p vorliegen würde, doch es befindet sich nur in 1080i auf der BD. Doch auch 1080i-Aufnahmen können gut aussehen. Das Bild ist recht scharf, kann aber nur bei helleren Aufnahmen bzw. bei Nahaufnahmen eine sehr hohe Detailauflösung vorweisen. Durch die düster gehaltene Ausleuchtung sind die Musiker in halbschattigem Licht gehüllt und ringsherum ist die Arena zu sehen. Leider ist hier der Schwarzwert meist sehr schlecht. Nachteil dieser Ausleuchtung ist, dass sich nur selten ein Eindruck von Bildtiefe entwickelt. Dies ist auf die selteneren hell ausgeleuchteten Einstellungen beschränkt. Wäre der Schwarzwert höher, würde wohl die Kulisse der Arena zu schnell in tiefem Schwarz “verschwinden”. Hier hat man wohl einen Mittelweg versucht. Bei einigen Einstellungen bemerkt man, dass die Kamera-Dollies schlecht von der Bühne isoliert worden sind, denn das Bild zittert bei jedem Ton der Bass-Drum. Rauschen (der Kameras), Artefakte oder Banding findet man gar nicht. Insgesamt guter Durchschnitt.
English (outline):
+ close-ups and bright scenes offer a nice a 3-dimensional sense of depth
+ close-ups and bright scenes offer a high detail resolutino and sharpness
+ no HDTV camera noise, no artefacts, no banding
- wide shots are a bit soft
- black level is quite weak
- was announced as 1080p but is 1080i

Audio: Englisch: 100% (DTS HD Master Audio 5.1)
Von Metallica gibt es inzwischen so viele Live-Mitschnitte und DVDs, dass man sich fragt, was man von einer Veröffentlichung auf Blu-ray Disc erwarten soll/kann. Vor allem wohl 5.1-Ton in einem Lossless-Format wie bei dem vorliegenden DTS HD Master Audio-Track. Der PCM-Stereo-Ton ist auf Metallica-typischem Niveau, d.h. breit, gut aufgelöst und druckvoll. Der 5.1-Ton erzeugt eine Räumlichkeit die der Atmosphäre in einer Arena sehr nahe kommt. Da sich die Bühne mehr oder weniger in der Mitte befindet, kann man die Zuschauerreaktion aus allen Richtungen hören. Die Zuschauer singen zum Teil so extrem gut mit, dass man meint man hätte es mit einem Iron Maiden Konzert zu tun. Die Gitarren wurden zum größten Teil wie immer links (Hetfield) und rechts (Hammett) gemischt. Nur bei wenigen Song-Teilen sind die Gitarren auf total gemischt worden. Der Klang der Gitarren ist zwar Metallica-typisch recht “cremig” und fett (wie z.B. bei Creeping Death, Sad But True), doch nicht bei allen Songs so druckvoll wie man es gerne hätte, sondern manchmal verhältnismäßig dünn. Die räumliche Verteilung der Gitarren erstreckt sich über das gesamte Klangfeld, d.h. der Hall ertönt ziemlich laut von hinten. Bei den ruhigeren Stücken bzw. Intros (z.B. Fade To Black, One, Nothing Else Matters) entsteht dabei eine bemerkenswerte Gänsehaut-Atmosphäre. Vor allem Hammett ist top in Form und spielt so präzise wie schon lange nicht mehr bei Live-Mitschnitten. Hetfield spielt nüchtern scheinbar mehr mit dem Kopf als aus dem Bauch. Aber er versucht bluesige Töne in sein Spiel zu bringen, was meistens gut zu den Stücken passt. Ulrichs Schlagzeug ist nur bei wenigen Stücken räumlich oder in der Breite so gut ortbar wie z.B. auf der Totos – Falling in Between – Live-BD. Der 5.1-Mix ist dazu nicht klar genug. Aber die Bass-Drum springt direkt und extrem trocken aus dem Lautsprecher. Dabei ist der Druck so extrem, dass man die gesamte Nachbarschaft damit “unterhalten” könnte. Bass-technisch ist diese Konzert-Scheibe absolute Referenz. Trujillo spielt im Vergleich zu Newsted zwar augenscheinlich aggressiver, doch es sieht nur so aus. Newsteds Spiel war selbsständiger und auch inspirierter. Beim Background-Gesang kann Trujillo gar nicht punkten – hier war Newsted um Klassen besser. Trujillos Bass wurde zwar recht gut eingemischt, doch die Klangfarbe passt irgendwie nicht ganz zu den Gitarren. Doch das sind Haarspalterreien die sich nicht auf die Bewertung auswirken. Für die wenigen Titel, bei denen die Gitarren etwas weniger Druck haben (vielleicht wollten es die Metallica-Jungs ja so?), müsste man eigentlich ein paar Punkte abziehen. Ebenso für das manchmal schlecht zu ortende Schlagzeug. Wenn dies nur bei 2 bis 3 Songs von 18 ein kleines Problem darstellt, dann sind die restlichen 15 Songs auf Referenz-Niveau….
English:
There now so many live recordings and DVDs from Metallica, that you wonder what you can/should expect from a brand new Blu-ray disc. I think it is (in particular) the lossless 5.1 sound as included on the disc encoded as DTS HD Master Audio. The PCM stereo sound is Metallica-like, i.e. powerfull, rich and spatially sounding. The 5.1 sound creates a sound field which comes closely to the real atmosphere in the arena. Because the stage is (more or less) in the middle of the arena, one can hear the audience reactions from all directions. The audience participates (sings) so extremely well, that you might think that it is an Iron Maiden concert. The guitars were mixed the usual way: on the left Hetfield and on the right Hammett. There are just a few song-parts where the Guitars are mixed broadly. The sound of the guitars is (Metallica-like) quite “creamy” and bold (listen to Creeping Death, Sad But True), but not all songs sound like this. There are a few occasions where the Guitars sound relatively thin. The spatial distribution of the guitar sound spans the entire sound field, i.e. the reverb sounds pretty loud from back channels. The “ballads” or some intros (Fade To Black, One, Nothing Else Matters) create a remarkable “goosebumps”-atmosphere. Especially Hammett is in good shape and play very precise. Hetfield (now sober) seems to play more rational (because he’s sober?) instead of beeing lead by gut instincts. But he tries to bring more blues-sounds in his play which fit mostly quite well. Ulrich’s drum sounds are hardly locatable. The sound emerges from the “wall of sound”. But there are just a few occasions where the drum sounds can clearly be assigned to a direction/location. How drums should be locatable can be heard on Toto’s Falling In Between – Live. The Nimes-mix is not clear enough, but at least the bass drum jumps directly out of the speaker (subwoofer). The bass is extremely dry and powerful and it could be used to “entertain” the whole neighbourhood. This BD is a concert-bass reference disc. Trujillo vs. Newsted: Trujillo plays seemingly more aggressive, but it is just the looks only. Newsted played more self reliant and more inspiring. With backing vocals Newsted was miles ahead of Trujillo who is not able to provide the same kind of feeling. Trujillos bass was integrated into the 5.1 mix quite well, but the timbre does not really fit the guitar sound. But that is splitting hairs. The few track where the guitars have slightly less pressure (perhaps the Metallica guys wanted it that way?) maybe should diminish the sound rating. But there are just 2 or 3 out of 18 songs where this issues really matter, so the remaining 15 songs are on reference level.

Extras/Bonusmaterial:
- Interview (SD, 16:9): 37:33 Min.
- 5 Fan-Videos (SD, 4:3):
* Aris Kaprielan: 1:47 Min.
* Thomas Pokker: 2:05 Min.
* Christophe Massot: 2:19 Min.
* Emmanuel Paul: 2:04 Min.
* Dider Gilles: 1:59 Min.

Fazit:
Die Blu-ray Disc von “Metallica – Francais Pour Une Nuit – Live aux Arenes de Nimes 2009″ präsentiert Metallica in guter Form. Die Bildqualität ist zwar nur durchschnittlich, doch der Ton ist durch eine überragende Räumlichkeit und extrem guten Bass auf Referenzniveau. Leider ist das Bonusmaterial nicht besonders umfangreich.
The Blu-ray disc of “Metallica – Francais Pour Une Nuit – Live aux Arenes de Nimes 2009″ presents Metallica in good shape. The picture quality is just average but the audio quality is due to the great spatiality and the impressive bass on reference level. The amount of bonus material is unfortunately not very high.

Post Metadata

Date
Januar 13th, 2010

Author
Thomas Konradt

Category

2 to “Metallica – Francais Pour Une Nuit – Live aux Arenes de Nimes 2009 (Blu-ray)”


  1. Anonymous sagt:

    “…Bezeichnenderweise findet sich kein einziger “St. Anger”-Song in der Setlist…”

    Und das ist sehr schade.
    Die Meinung zu St. Anger kann ich nicht unterstützen.
    Aber um das zu verstehen sollte man den Film “Some Kind of Monster” gesehen haben.

    Ansonsten sehr schönes Review!

  2. Thomas Konradt sagt:

    Als Metallica-Fan der ersten Stunde kenne ich “Some Kind of Monster” natürlich. Trotzdem kann ich mit den “St. Anger”-Songs nichts anfangen. Für Fans des Albums ist das natürlich schade, denn auch auf dem Sampler “Sonisphere – The Big Four: Live From Sofia” findet sich kein St. Anger-Song: http://www.hd-reporter.de/news/sonisphere-the-big-four-metallica-slayer-megadeth-anthrax-live-from-sofia-fur-2401-eur-inkl-versand-bei-hmv/


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