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M – [Eine Stadt sucht einen Mörder] (Blu-ray)

 

 

Titel/Blu-Ray Review:M (1931)

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Studio/Anbieter:(c) Universum Film (2011)
VÖ/Release Date:20.05.2011
FSK/Rating:FSK 12
Regional-Code:A, B, C
Media-Info:2 Discs: 1x BD-50 + 1x DVD-9
Laufzeit/Runtime:109:30 Min. (nur Film)
Bild-/Video-Format:1.19 : 1 (windowboxed)
Video-Codec:MPEG-4 AVC / 1080p 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Video-Bitrateca. 36 Mbps
Audio:Deutsch (Preservation)
Deutsch (Restauriert)
Audiokommentar
DTS HD Master Audio 2.0 (48 kHz/24 Bit) 1593 kbps
DTS HD Master Audio 2.0 (48 kHz/24 Bit) 1285 kbps
DTS HD Master Audio 2.0 (48 kHz/24 Bit) 1580 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch, Englisch
Ø Total Bitrate:ca. 42,8 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
34,85 GB (BD-50 = max. 46,57 GB) = 74,83 %
Film:
Berlin, 1930: Die Stadt wird in Folge einer Reihe von unaufgeklärten Kindermorden in ihren Grundfesten erschüttert. Immer wieder schlägt der Sexualverbrecher zu und die Obrigkeit ist machtlos. Schließlich wird von der Polizei sogar eine Belohnung von 10.000 Mark auf die Ergreifung des Verbrechers ausgesetzt. Gepackt von der zunehmend um sich greifenden Hysterie bezichtigen sich selbst langjährige Nachbarn und Freunde, der Mörder zu sein. Panik erfasst auch die Unterwelt, die ihrerseits – durch die zunehmenden Razzien der im Dunkeln tappenden Polizei – ihre “Geschäftsgrundlage” als gefährdet erachtet. Die Jagd auf den Mörder beginnt…
Fritz Langs (Metropolis, Das Testament des Dr. Mabuse) “M” ist ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Das Thema des Films ist noch immer topaktuell und liefert immer wieder Schlagzeilen. Der Erzählstil, die Optik und der damals neue Ton, passen perfekt zusammen. Hauptdarsteller Peter Lorre spielt hier perfekt und wurde durch die Rolle des Kindermörders berühmt.
 

Link zum deutschen Trailer

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 55 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 95 %
Kameramann Fritz Arno Wagner (Nosferatu, eine Symphonie des Grauens; Das Testament des Dr. Mabuse) hat “M” auf 35 mm Film in 1.19:1 gedreht. Für die vorliegende Blu-ray Disc wurden verschiedene Quellmaterialien herangezogen, z.B. das original Kameranegativ bzw. Preservation Fine Grain Positive davon, Duplikatnegative und Verleih- und Printkopien. Gescanned wurde in 2K und in 4K (Spirit Datacine 2K, SteadyFrame 4K/2K, ARRIScan 6K/4K). Das Grading mittels Baselight 4 fand im Grading-Kino bei der PostFactory in Berlin statt. Die digitalen Daten wurden anschließend via PFClean 5, Furnace 4 und Combustion 4 von Roland Fliss (PostFactory) und Torsten Kaiser (TLEFilms) bearbeitet. Hier wurden viele Einzelbilder (Frames) manuell von Schmutz, Staub, Rissen, Bildstandsfehlern und anderen Problemen befreit. Durch diesen Aufwand konnte die Bildqualität sogar gegenüber der Criterion Blu-ray Disc gesteigert werden. Vor allem die Grauabstufung ist exzellent geworden. Trotzdem muss man sich im Klaren sein, dass es sich um einen Film von 1931 handelt, der nicht von einem  frischen Negativ stammt, daher konnten z.B. einige Laufschrammen nicht entfernt werden, da keine entsprechend fehlerfreien Frames als Quelle zum Rauskopieren vorhanden waren. Diese Laufschrammen hätten man mit “RettMagic” (von der ALPHA-OMEGA digital GmbH) in ihrer Sichtbarkeit noch vermindern können. Doch laut Torsten Kaiser hätte dies auch negative Auswirkungen auf den restlichen Bildinhalt. Dennoch ist das Bild aus der Entfernung relativ scharf und klar, und wirkt sogar teilweise etwas plastisch. Aus der direkten Nähe erkennt man während des gesamten Films eine Schicht relativ heftigen Filmkorns über dem Bild. Ein Antirauschfilter kam scheinbar nicht zum Einsatz, jedoch kann man ein paar seltsame Effekte feststellen, die durch die BD-MPEG4-Kompression entstanden sind. Z.B. zwischen 10:14 und 10:18 kann man rennende Zeitungsjungen erkennen. Diese rennenden Personen sind etwas verpixelt. Doch sobald sie kurz stehenbleiben um eine Zeitung zu verkaufen, verschwinden die Artefakte und die Personen sind klar zu erkennen. Dieser Effekt ist aus direkter Nähe bei vielen, sich schnell bewegenden Objekten erkennbar. Obwohl die Bilddatenrate mit ca. 36 Mbps extrem hoch, reicht sie bei dem groben Filmkorn nicht aus, um Artefaktebildung zu vermeiden. Auf dem unkomprimierten, digitalen Master sind diese Effekte nicht sichtbar (vielen Dank an Torsten Kaiser für die Infos). Absolut bewertet ist die Bildqualität natürlich als unterdurchschnittlich anzusehen, da ein Film von 1931 nicht wie AVATAR aussehen kann. Das Ausgangsmaterial von damals repräsentiert das Bild jedoch recht gut. Insgesamt stellt diese BD die zurzeit ultimative Version von “M” dar und falls nicht besseres Ausgangsmaterial gefunden wird oder zukünftige Restaurationssoftware “zaubern” kann, wird sie es auch bleiben.
English (outline):
- picture quality is, absolutely rated (in comparison to reference BDs), below average
o still some blemishes visible
+ great effort went into the stabilizing of the frames (much bettern than the Criterion BD)
+ gray scale and graduation is excellent (much bettern than the Criterion BD)
+ a few scenes even offer (from a disctance) somewhat of a 3-dimensional depth

Audio: Deutsch (Preservation): 45% / Deutsch (Restauration): 48%
Der Ton von “M” ist als Preservations-Tonspur und als Restaurations-Tonspur verfügbar. Beide Tonspuren klingen altersbedingt etwas dünn, leicht schrill und sehr leicht dumpf. Die erste stellt mehr oder weniger, die original Tonspur dar, mit all dem Rauschen und Knacksen. Bei den ursprünglich stumm produzierten Szenen sind auch die Sprossenton-bedingten Störgeräusche enthalten. Die zweite Tonspur wurde bearbeitet um z.B. die Dynamik zu erhöhen, das Rauschen zu minimieren und die stummen Szenen wirklich “audio-frei” zu bekommen. Beide Tonspuren klingen, bis auf die ganz stummen Szenen, ähnlich und haben auch beide ihre Vorteile. Die Preservations-Tonspur klingt im Hochtonbereich “luftiger” und die Restaurations-Tonspur ist etwas dynamischer und sauberer – sprich: es gibt weniger Störgeräusche. Die Restauratoren haben allerdings darauf geachtet, dass Geräusche, die bei der Produktion aufgezeichnet worden sind, nicht künstlich durch die Bearbeitung verändert wurden. Hier müsste man den Ton, wie das Bild auch, absolut und relativ bewerten. Leider ist das bisher noch nicht vorgesehen, so dass nur eine absolute Bewertung angegeben wird,  welche natürlich unterdurchschnittlich ausfällt, da ein Filmton von 1931 nicht wie “Terminator 4” klingen kann. Eine relative Bewertung in Bezug auf den Ton, wie er auf dem Filmmaterial vorhanden war, würde wohl in den Bereich >90% kommen.
English (outline):
- flat and dull sound (in comparison to brand new action films)
o relatively much crackle and hiss audible (the restorers wanted the original sound to be unaltered)
o in comparison to brand new action films low dynamic range (+ restauration track offers a bit better dynamic range)
+ execellent restoration work 

Extras/Bonusmaterial:
Disc 1 (BD):
- Zwei Originaltonspuren: der 2001 zur Erhaltung konservierte und der 2011 restaurierte Originalton
- Audiokommentar mit Prof. Elisabeth Lenk (Autorin von “Peter Kürten – genannt der Vampir von Düsseldorf”) und Regina Stürickow (Autorin von “Der Kommissar vom Alexanderplatz”), moderiert von Torsten Kaiser (ausführender Produzent der Restauration 2011)
- Wiederaufführungstrailer von 1960 (HD): 2:31 Min.
Disc 2 (DVD):
- “THE HUNT FOR M”-Dokumentation (2003):
* THE HUNT FOR M: 68:26 Min.
* THE HUNT FOR THE FILM ELEMENTS: 27:31 Min.
- UM DIE WELT IN 80 JAHREN (optionalem Audiokommentar v. Martin Koerber und Torsten Kaiser): 50:08 Min.
* GB 1932
* F 1932 “Le “M”audit”
* Wiederaufführung von 1960
* Rekonstruktion 1994/1995
* Preservation/Restauration 2000/2001
* Restauration 2011 (Vorher / Nachher)
- ZUM BEISPIEL FRITZ LANG – Interview mit Fritz Lang: 43:33 Min.
* Die filmischen Anfänge
* Dr. Mabuse
* Frau im Mond
* Der müde Tod
* Die Nibelungen
* M
* Das Testament des Dr. Mabuse
- 160.000 x M: Bild für Bild – die Restauration 2011: 11:55 Min.
- Wiederaufführungstrailer von 1960: 2:24 Min.
- Bildergalerie:
* Werkfotos
* Produktionsskizzen
* Pressematerialien
- umfassende PDF-Dateien mit seltenen Materialien (u. a. den originalen Zensurkarten und Pressematerialien, sowie dem 25-seitigen Artikel im “Kriminalmagazin” von 1930 über Peter Kürtens Mordserie, der als Grundlage für das spätere Drehbuch zu “M” diente)
- 60-seitiges Booklet mit Details zur Restauration, Skizzen, Drehortfotos, Original Programmheft von 1931 

 

 

Fazit:
Insgesamt stellt diese BD die zurzeit ultimative Version von “M” dar und falls nicht besseres Ausgangsmaterial gefunden wird oder zukünftige Restaurationssoftware “zaubern” kann, wird sie es auch bleiben. Das Bild bietet eine exzellente Grauabstufung und Graduierung. Der Ton ist z.B. besser als der von “Die Feuerzangenbowle”. Das Bonusmaterial ist enorm umfangreich und interessant.
This disc represents probably the ultimate BD of “M”. The picture offers an excellent gray scale and graduation. The audio sounds also relatively good and was nicely restored. The bonus material is very extensive and interesting.

Post Metadata

Date
Mai 18th, 2011

Author
Thomas Konradt

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