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Die Fremde (Blu-ray)

Titel/Blu-Ray Review:Die Fremde / When We Leave (2009)

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Studio/Anbieter:(c) Majestic Home Entertainment / 20th Century Fox Home Entertainment (2010)
VÖ/Release Date:27.08.2010
FSK/Rating:FSK 12
Regional-Code:B
Media-Info:1 Disc: 1x BD-25
Laufzeit/Runtime:159:30 Min.
Bild-/Video-Format:2.35 : 1
Video-Codec:MPEG-4 AVC / 1080p 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Video-Bitrateca. 18 Mbps
Audio:Türkisch/DeutschDTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2157 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch für Türkische Dialoge, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Ø Total Bitrate:ca. 21,4 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
22,31 GB (BD-25 = max. 23,28 GB) = 95,85 %
„Hör auf zu träumen!”, sagt die Mutter (Derya Alabora) zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbe-stimmtes Leben führen. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den Ruf der Familie wieder herzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab. Umay verliebt sich in Stipe (Florian Lukas) und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist……
“Die Fremde” ist ein melancholischer-beklemmender Film, den viele vielleicht falsch verstehen. Der Film pauschalisiert nicht das Verhalten einer bestimmten Volks- oder Religionszugehörigkeit, sondern kritisiert nur den Bestand des Ehrenmordes. Zwar treten die meisten Ehrenmorde in islamisch geprägten Gesellschaftsschichten auf, doch auch in Brasilien, Ecuador und Italien gibt es Ehrenmorde und Blutrache. Das Schauspiel-Ensemble von “Die Fremde” spielt sensationell gut; allen voran Sibel Kekilli (Umay) und Tamer Yiğit (Mehmet). Kekilli erhielt für die Rolle der Umay den deutschen Filmpreis und beim Tribeca Film Festival in New York erhielt Kekilli für die Rolle der Umay die Auszeichnung als Beste Schauspielerin. Sibel Kekilli wurde nach ihrer beeindruckenden Leistung in “Gegen die Wand” auch durch die niveaulose Berichterstattung der Bildzeitung bekannt. Doch sie hat geschafft, was viele nicht für möglich hielten und andere verhindern wollten: Sie wird als Kommissarin Sarah Brandt am 24.10.2010 im Tatort “Borowski und eine Frage von reinem Geschmack” zu sehen sein……

Link zum deutschen Trailer

www.diefremde.de

www.frauenrechte.de

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 82 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 92 %
Kamerafrau Judith Kaufmann hat “Die Fremde” auf 35 mm Film gedreht. Das Feintuning der Farben wurde mittels Digital Intermediate bei ARRI in Berlin durchgeführt. Hierbei fällt auf, dass gewisse Szenen, in denen anscheinend Hass eine gewisse Rolle spielt, eine kältere Farbgebung haben als andere Szenen. Dunklere Innenaufnahmen wirken teilweise etwas weich und weniger plastisch als die helleren bzw. kontrastreichen Außenszenen, die zum größten Teil, mit iherer hohen Kantenschärfe recht “knackig” aussehen. Die Detailauflösung bewegt sich zwischen befriedigend und gut. Während des gesamten Films ist ein mittleres Filmkorn zu erkennen, das  weder stört noch mit Antirauschfiltern bearbeitet worden ist.
English (outline):
- darker scenes are a bit soft and less 3-dimensional
+ contrasty and bright scenes offer a good sharpness and 3-dimensionality
+ some mid-level film grain evident; luckily no DNR was applied

Audio: Türkisch/Deutsch: 75%
Der Ton von “Die Fremde” ist recht Dialog-lastig. Die Surroundeffekte beschränken sich fast nur auf das Nötigste. “Show”-Surround-Effekte, wie man sie von Actionfilmen kennt, sind so gut wie gar keine vorhanden. Bestimmte Umgebungsgeräusche werden recht realistisch wiedergegeben. Zwischendurch wird es auch mal laut, was aber meist Dialog-bedingt ist. Regisseurin Feo Aladag hat für den fesselnd-zarten Soundtrack von “Die Fremde” auf neu komponierte Filmmusik verzichtet und griff auf vorhandene Stücke von Stéphane Moucha und Max Richter (dessen Stücke auf in “Shutter Island” zu hören sind) zurück. Diese Stücke sind mal spärlich und frontlastig (Piano) und mal orchestral und umhüllend. Einige Stücke haben auch einen brauchbaren Bassanteil.
English (outline):
o minimalistic sound design with a few surround effects and a bit of bass
o soundtrack with pieces from Max Richter and Stéphane Moucha
+ chosen ambient noise sound very realistic/authentic
+ some music pieces are front-heavy others are very enveloping

Extras/Bonusmaterial:
- Dokumentarfilm: „Wo Mädchen wenig wert sind – Eine Jugend im Zeichen der Ehre“ von Rainer Fromm: 30:40 Min.
- Deutscher Filmpreis 2010: 8:44 Min.
- 8 Entfallene Szenen: 8:09 Min.
- Interviews:
* Sibel Kekilli – Hauptdarstellerin: 3:09 Min.
* Feo Aladag – Drehbuch, Regie, Produktion: 5:29 Min.
- Bildergalerie (HD): 1:59 Min.
- Original Kinotrailer (HD): 2:26 Min.
- Die Fremde Online (BD-Live)

Fazit:
Ein melancholisch-packender Film auf einer ordentlichen Blu-ray Disc. Die Bildqualität ist gut. Der karge Ton ohne Surroundeffekte, passt  mit seinem zarten Soundtrack wunderbar zum Film. Das Bonusmaterial ist hochinteressant.
This melancholic and gripping Film is presented on a nice Blu-ray Disc. The picture quality is quite good. The sparse (without surround effects) audio track fits the film with the delicate soundtrack quite well. The bonus material is highly interesting.

Post Metadata

Date
August 12th, 2010

Author
Thomas Konradt

Category

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