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Der Schatz im Silbersee – Remastered Edition (Blu-ray)

Titel/Blu-Ray Review:Karl May – Der Schatz im Silbersee / Treasure of Silver Lake (1962)

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Studio/Anbieter:(c) Universum Film Home Entertainment / Rialto Film / Tobis (2010)
VÖ/Release Date:03.12.2010
FSK/Rating:FSK 6
Regional-Code:B
Media-Info:1 Disc: 1x BD-25
Laufzeit/Runtime:111:03 Min.
Bild-/Video-Format:2.53 : 1
Video-Codec:MPEG-4 AVC / 1080p 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Video-Bitrateca. 19,3 Mbps
Audio:Deutsch
Deutsch
Englisch
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 1877 kbps
DTS 2.0 (48 kHz/16 Bit) 320 kbps
DTS 2.0 (48 kHz/16 Bit) 320 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch, Englisch
Ø Total Bitrate:ca. 23,3 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
22,09 GB (BD-25 = max. 23,28 GB) = 94,87 %
Film:
Um die Schatzkarte zum Schatz im Silbersee zu bekommen, ermordet der skrupellose Gangsterboß Brinkley den Vater des jungen Fred Engel. Doch der alte Engel hatte nur eine Hälfte des Plans, die andere gehört dem Farmer Patterson. Kurzerhand entführen Brinkley und seine Männer diesen und seine schöne Tochter Ellen. Gemeinsam mit Winnetou (Pierre Briece) und Old Shatterhand (Lex Barker) nimmt Fred Engel (Götz George) die Verfolgung auf, denn Ellen ist seine heimliche Liebe. Als die drei in das Gebiet der Utah-Indianer kommen, werden sie von Indianern angegirffen. Denn der hinterlistige Brinkley zerstörte ein Utah Dorf und lenkte den Verdacht auf Old Shatterhand. Während die Verfolger nun um ihr Leben kämpfen müssen, nähert sich Brinkley mit seinen Geiseln dem Silbersee….
Über die
Winnetou-Filme muss man nicht viel erzählen. Meistens haben sie mit den Büchern von Karl May wenig zu tun und waren trotzdem riesige Kinoerfolge in Deutschland….

Link zum Trailer

Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 61 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 71 %
“Der Schatz im Silbersee” wurde 1962 in CinemaScope (Kodak Eastman Color) gedreht. Wegen der Originalkopierug (direkt vom Negativ) ist das Negativ heute stark beschädigt. Wiederaufführungskopien stammen heute vom damaligen Dup-Negativ und sind relativ unscharf. Welches Ausgangsmaterial für die unrestaurierte Blu-ray Disc vom Januar 2010 verwendet worden ist, ist weiterhin unbekannt. Universum/Tobis wollten den Fehler der unrestaurierten BD wiedergutmachen und haben eine Restaurierung in Auftrag gegeben. Dazu wurde das Negativ bei ARRI Schwarzfilm in Berlin eingescannt und farbkorrigiert. Bei Schwenks erscheint das Bild an den Rändern extrem verzerrt. Dies mag zwar von der Verwendung der alten anamorphotischen Linsen kommen, doch die Verzerrung könnte auch das Resultat einer falschen Entzerrung sein. Evtl. wurde schon hier der Gamma-Wert so eingestellt, dass es im Weiß zu Überstahlungen führt und kaum noch Abstufungen der Weißwerte feststellbar sind. Dadurch weisen weiße Flächen so gut wie keine Strukturen mehr auf. Die restlichen Farben wurden, im Vergleich zur vorherigen BD-Version, stärker gesättigt. Hierbei wurde auch der Rotwert etwas erhöht. Die neue Farbpalette kommt dem Original wohl sehr nahe. Die Helligkeit der “Day-for-Night”-Szenen, die vorher eher wie Tagesszenen aussahen, wurde soweit herunter gezogen, dass stellenweise tiefstes Schwarz zu sehen ist. Diese Farbänderungen wurden direkt bei ARRI oder später bei digiSite in München, die die digitale Restaurierung durchführten, vorgenommen. Dabei wurden Kratzer, Schmutz und beschädigte Frames bereinigt bzw. wiederhergestellt. Hierbei kamen wohl Tools wie Cinecure von Imagica oder PFClean von The Pixel Farm zum Einsatz. Bei diesem Schritt ging man aber leider zu weit. Direkt in dem Beitrag über die Restaurierung “Der Wilde Weste in neuer Farbpracht: Vor und nach der Restauration” erkennt man sofort, dass nach der digitalen Retusche, das feine Filmkorn einem “Mischmasch” von Artefakten gewichen ist. Auch die Feindetails wurden vermindert, wodurch Gesichter weniger Konturen zeigen und aussehen, als ob sie durch ein digitales Make-up verjüngt worden wären. Aus größerer Entfernung (5 Meter bei 52 Zoll, 8 Meter bei 2,50 Meter via Beamer) bemerkt man die Schärfe-/Auflösungsprobleme nicht. Das überstrahlende Weiß erkennt man aber trotzdem sofort. Aus der Entfernung bietet das Bild auch eine gute 3-dimensionale Bildtiefe. Insgesamt ist das Bild bzgl. der Farbgebung wesentlich besser als bei der ersten Auflage, doch die finale Restaurierung stellt diese BD nicht dar. D.h. mit weniger Filtereinsatz könnte man die Detailauflösung erhöhen. Auf das Niveau eines Films von 2010 wird “Silbersee” aber nie kommen. Aber eine Verbesserung von 10 bis 15% sollten schon möglich sein. Daher: So schlimm sich die Beschreibung des Bilds auch liest, mehr als die genannten 10 bis 15% in Sachen Bildqualität wären sowieso nicht möglich. Näher an das original Negativ käme man dann schon. So dass evtl. eine Bildqualität im Vergleich zu Referenz-BDs von 71 bis 76% machbar wären und eine Repräsentation des Filmmaterials von bis 90%. Doch die Tobis hätte eine solche schwierige Restaurierungen lieber jemanden überlassen sollen, der sich mit so kompliziertem Material auskennt (wie z.B. Alpha-Omega oder TLE Films).  Für die erste Version der Blu-ray Disc vom Januar 2010 bietet Universum Film eine Umtauschaktion an. Bitte schicken Sie Ihr komplettes Produkt (inkl. Schuber, Digipack, DVDs) an folgende Adresse. Vergessen Sie bitte nicht die gewünschte Versandadresse für das Austauschprodukt mitzuteilen:
Universum Film GmbH
- Silbersee-Austausch -
Neumarkter Straße 28
81673 München
English (outline):
- gamma value was adjusted in a way that white areas start to bloom
- so white areas show less details
- additionally DNR was used, as a result faces look quite soft

+ colors look more saturated than on the first BD from January 2010

Audio: Deutsch (5.1): 58% / Deutsch (Mono): 49% / Englisch (Mono): 48%
Der Monoton von “Der Schatz im Silbersee” ist für das Alter ganz ordentlich. Dass sich dabei die Musik und die Schüsse recht dünn anhören ist normal. Der lossless 5.1-Ton klingt ähnlich wie der Monoton, aber mit dem Unterschied, dass die Musik räumlich, über alle Kanäle abgemischt worden ist und sich alles etwas voller anhört. Ab und zu erzeugt der Hall der Musik einen etwas blechernen Sound. Dazu gibt es auch noch ein paar kleine Surroundeffekte, bei denen Schüsse von hinten ertönen und beim Vorbeireiten die Geräusche über die Kanäle “mitwandern”.
English (outline):
- sound is a bit thin and dull, but that is normal for a German film from 1962
+ mono tracks are quite solid
+ lossless 5.1 track
+ the music score of the 5.1 track creates a quite wide sound field
+ 5.1 track offers a few surrounds effects like gun fire from the rear channels and panning horse-riding sound
o 5.1 sounds otherwise like the mono track

Extras/Bonusmaterial:
- Interview-Dokumentation mit Götz George, Vladimir Tadej, Matthias Wendlandt, Everhard Dycke, Pierre Brice und Martin Böttcher: 21:31 Min.
- Ausschnitte der Wochenschau:
* Interview mit Horst Wendlandt: 1:38 Min.
* Der Schatz vom Wannsee: 2:20 Min.
- Original Kinotrailer:
* Deutsch: 3:43 Min.
* Englisch: 1:53 Min.
* Deutsch Wiederaufführungstrailer:  3:48 Min.
- Der Wilde Weste in neuer Farbpracht: Vor und nach der Restauration (HD): 9:08 Min.
- BD-Live
- Trailershow:
* Karl May Collection
* Edgar Wallece Edition
* Zerrissene Umarmung
* Loriot – Pappa ante Portas
* Arthur und die Minimoys
- Wendecover

Fazit:
“Der Schatz im Silbersee” erscheint auf Blu-ray Disc mit einer besseren Bildqualität als auf der Erstauflage, allerdings ist die Bildqualität trotzdem nur ausreichend. Die Tonqualität ist ganz brauchbar und für das Alter ganz gut. Das Bonusmaterial ist etwas zu mager geraten. Die Doku über die Restaurierung zeigt gleichtzeitig was schiefgelaufen ist.
The Blu-ray disc of “Treasure of Silver Lake” offers an acceptable picture quality and guite good sound quality. The amount of bonus material is a bit small. The featurette about the restoration shows more or less what went wrong.

Post Metadata

Date
Dezember 28th, 2010

Author
Thomas Konradt

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