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Carlos – Der Schakal – Director’s Cut (Blu-ray)

 

 

Titel/Blu-Ray Review:Carlos – Der Schakal – Director’s Cut / Carlos – Director’s Cut (2010)

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Studio/Anbieter:(c) NFP /  Warner Home Video (2011)
VÖ/Release Date:27.05.2011
FSK/Rating:FSK 16
Regional-Code:A, B, C
Media-Info:3 Blu-ray Discs: 3x BD-50
Laufzeit/Runtime:Disc 1: 206:53 Min. (Director’s Cut Teil 1)
Disc 2: 123:53 Min. (Director’s Cut Teil 2)
Disc 3: ca. 187 Min. (Kinoversion)
Bild-/Video-Format:2.35 : 1
Video-Codec:MPEG-4 AVC / 1080p 24 fps / 16:9 / High Profile 4.1
Video-BitrateDisc 1: ca. 21 Mbps
Disc 2: ca. 28 Mbps
Disc 3: ?
Audio:Deutsch
Original (D, E, FR, ES, AR)
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2165 kbps
DTS HD Master Audio 5.1 (48 kHz/16 Bit) 2255 kbps
Untertitel/Subtitles:Deutsch
Ø Total Bitrate:Disc 1: ca. 27,1 Mbps
Disc 2: ca. 34,4 Mbps
Kapazitätsausnutzung:
utilization of capacity:
Disc 1: 39,64 GB (BD-50 = max. 46,57 GB) = 85,12 %
Disc 2: 39,10 GB (BD-50 = max. 46,57 GB) = 83,96 %
Disc 3: ? GB (BD-50 = max. 46,57 GB)
Film:
Sein Name ist Ilich Ramírez Sánchez, doch die Welt kennt ihn als Carlos. Carlos der Schakal. Berühmt. Berüchtigt. Ein Phantom und ein Phänomen. 1975 verantwortet er den Anschlag auf das OPEC-Hauptquartier in Wien, in den Jahren darauf agiert er als kaltblütiger Mörder und effizienter Manager organisierter Gewalt – und macht den Terror zum Business. Er wird zum meistgesuchten Terroristen der Welt, doch Fotos gibt es kaum von ihm. Auf den
Fahndungsplakaten ist er nur der Mann mit der Sonnenbrille. Immer wieder schafft er es unterzutauchen, verprasst sein auf Schweizer Konten angehäuftes Vermögen in Luxushotels, macht sich Frauen hörig, nutzt sie für seine Zwecke aus und lässt seine Kontakte zu den Geheimdiensten in Ost und West spielen. Mit den Jahren verlassen ihn jedoch sein sicheres Gespür und seine Energie – und schließlich auch seine treuen Partner und Unterstützer, die ihn nun als blutbesudeltes Relikt des Kalten Krieges möglichst unauffällig loswerden wollen….
Wie soll man diesen Megafilm beschreiben? “Carlos – Der Schakal – Director’s Cut” ist ganz einfach mit einem Wort auf den Punkt zu bringen: “Meisterwerk”. Hier passt einfach alles. Angefangen von der genialen Besetzung durch Édgar Ramirez als Carlos, bis hin zu den Dreharbeiten in 9 verschiedenen Ländern in einem Zeitraum von 6 Monaten, wurde alles grandios umgesetzt. Regisseur Olivier Assayas hatte seine Traumversion des Drehbuchs geschrieben, von dem er nie ausging, dass es verfilmbar wäre. Doch es kam anders und er musste so gut wie nichts ändern. Ein Geheimtipp!…..unbedingt ansehen….!
Für die Rezension standen leider nur Disc 1 und 2 zur Verfügung. 

Link zum deutschen Trailer

Link zum Original-Trailer

www.carlos-derfilm.de


Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs/in comparison to reference level BDs): 70 %
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials/reproduction of the film’s look): 98 %
“Carlos – Der Schakal” wurden von den Kameramännern Yorick Le Saux (Swimming Pool, 5X2 – Fünf mal zwei, Julia) und Denis Lenoir (Lebenswut, 88 Minutes, So Undercover) auf 35 mm Film anamorph (2-perf) in 2.35:1 gedreht. Das Digital Intermediate wurde bei Digimage in Paris produziert und von Coloristin Isabelle Julien farbkorrigiert (siehe auch American Cinematographer, 11/2010). Die Dreharbeiten dauerten über 6 Monate und fanden in 9 Ländern statt. Um die mehr als 20 Jahre umfassende Handlung und die vielen verschiedenen Handlungsorte zu unterscheiden wurden viele verschiedene Bildstile verwendet. Die meisten führten zu einer absichtlichen Verschlechterung der Bildqualität. Daher leidet fast 70% der Szenen unter einem zu schwachen Schwarzwert (während der Produktion des DIs eingestellt), der einen negativen Einfluß auf die plastische Bildtiefe hat. Ein zweites, sehr oft verwendetes Stilmittel ist die massive Überstrahlungen durch Sonnenlicht mit Hilfe von White Pro-Mist und Soft/FX Diffusionsfiltern, wodurch oft helle Ränder um Kanten entstehen, was dem Bild einen recht unscharfen Eindruck verleiht. Dies verleiht den Bildern den Charme von verblichenen 70er-Jahre-Fotos, was wohl auch die Intention der Filmemacher war. Gleichzeitig wird die extreme Hitze des mittleren Osten fast spürbar. Die Detailauflösung ist zwar trotzdem immer recht hoch, doch der subjektive Bildeindruck macht das Bild unscharf. Einige wenige Szenen zeigen dann, was mit der Technik möglich gewesen wäre, wenn es denn gewollt gewesen wäre. Diese Szenen bieten eine extrem hohe Detailauflösung, einen guten Schwarzwert und eine tolle Schärfe – sprich knappe Referenzqualität. Allerdings sind die Szenen immer nur sehr kurz. Während des gesamten Films ist unterschiedlich viel Filmkorn zu erkennen, das nicht mit einem Antirauschfilter bearbeitet worden ist. In einigen Szenen überdeckt das Filmkorn leicht die Feindetails. Insgesamt ist die Bildqualität, absolut gesehen nur knapp durchschnittlich. Doch das Filmmaterial wird sehr gut repräsentiert.
English (outline):
- black level is intentionally very weak
o was shot with a lot of filters (e.g. diffusion filters) to make the picture intentionally soft and flat
+ no DNR was applied
+ a few scenes  offers a high detail resolution and picture sharpness
+ BD represents the source material very well
 

Audio: Original: 77% / Deutsch: 74%
“Carlos” sollte man sich eigentlich im Originalton anschauen. Nicht nur dass der Originalton etwas runder, authentischer und leicht räumlicher klingt, nein, er bietet zudem Dialoge in bis zu 6 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch und Japanisch). Dabei ist der Wechsel von einer Sprache zur anderen innerhalb von zwei Sätzen möglich. Carlos spricht mit seiner Freundin englisch, die antwortet auf englisch, spricht aber im nächsten Satz auf deutsch zu Weinrich. Insgesamt wurde über die 5,5 Stunden ein eher zurückhaltendes Tondesign gewählt. Zwar macht die Musik auch mal ordentlich Druck im Bassbereich und umhüllt den Zuschauer auch wunderschön, doch die meiste Zeit sind eher die Dialoge im Vordergrund. Bei diversen Schießereien und bei Explosionen gibt es dann auch ein paar Surroundeffekte, die aber nicht als Tondemo herausgearbeitet worden sind. Trotzdem haben die Toningenieure ein schönes Sounddesign entwickelt, das sowohl authentisch als auch hauchdünn umhüllend ist. Voraussetzung für dieses “Klangerlebnis” ist allerdings, dass man den Ton recht laut aufdreht. Die Dialoge erklingen dann in angenehmer Lautstärke und die Umgebungsgeräusche sind leichter wahrzunehmen. Leise Hintergrundgeräusche wie Wind, Regen, Menschenmassen und vorbeifahrende Autos kreieren ein atmosphärisches Klangbild, das ab und zu durch Dynamiksprünge bei lauten Schüssen und Expolsionen seine Dynamikqualitäten vorführt.
English (outline):
o calm sound design over the runtime of 5 1/2 h
o should be heard very loud
+ sound design is quite authentic with subdued surround effects
+ a few gunshots show off the great dynamic range
+ music score creates a nice enveloping sound field and offers some bass 

 

Extras/Bonusmaterial:
Disc 2:
- Interviews (HD, hochskaliert):
* Edgar Ramirez: 6:11 Min.
* Alexander Scheer: 5:19 Min.
* Nora von Waldstätten: 7:44 Min.
* Christoph Bach: 4:16 MIn.
* Olivier Assayas (Regie): 7:54 Min.
- Trailer:
* Kinotrailer #1 (HD): 1:21 Min.
* Kinotrailer #2
(HD): 1:24 Min.
* TV Spot #1: 0:19 Min.
* TV Spot #2: 0:19 Min.
- Programmvorschau:
* An einem Sonntag
* Das letzte Schweigen
* Das Blaue vom Himmel
* Last Night
* Mitten im Sturm
* Pina – Tanzt, Tanzt sonst sind wir verloren
* Von Menschen und Göttern
 

 

Fazit:
Die Blu-ray Disc von “Carlos – Der Schakal – Director’s Cut” bietet die TV-Serie mit einem Bild, dass das Quellmaterial sehr gut repräsentiert. Doch absolut gesehen ist die Bildqualität knapp durchschnittlich, denn das Bild wurde absichtlich durch Unschärfe-/Diffusionsfilter verschlechtert. Der meist zurückhaltende Ton ist relativ authentisch und passt wunderbar zur Handlung. Leider ist das Bonusmaterial etwas knapp.
The Blu-ray Disc of “Carlos – Director’s Cut” offers the TV show with a picture quality which represents the source material quite well. Absolutely rated the picture quality is almost below average as the picture was intentionally softened by means of diffusion filters. The audio is a bit subdued but it fits the story quite well. The bonus material is a bit poor.

Post Metadata

Date
Mai 31st, 2011

Author
Thomas Konradt

Category

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